1000 Fragen an mich selbst – #1

Weil ich die Beiträge der anderen so gern gelesen habe und es schön ist, mehr über BloggerInnen zu erfahren, die ich mag, mache ich auch mal mit, bei der Blogparade „1000 Fragen an mich selbst“ von Johanna vom Blog pinkepank. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, 1000 Fragen werden es bei mir am Ende nicht sein. Aber die ersten 20 beantworte ich hier.

 

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?

Ein Kind beim (schwierigen) Schulanfang begleitet, mit neuen Facetten, jeden Tag, das mache ich jetzt seit dem Sommer. Es ist so schwer. Und gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, das es irgendwie auch gut ist. Dass es unsere Bindung noch mehr stärkt, dass es eines dieser Täler ist, durch die man durch muss, um am Ende auf dem Gipfel die Weitsicht zu genießen. Ich kann das noch nicht genau in Worte fassen, aber ich freue mich auf die Zeit, wenn das Kind in der Schule angekommen sein wird. Auf die Dinge, die wir beide dann gelernt haben.

 

  1. Mit wem verstehst du dich am besten?

Meinen meinem Mann, meinen zwei besten Freundinnen und meiner Cousine (leider alle drei im Ausland). Auch mit meinen Eltern und Kindern, wenn auch auf einer anderen Ebene.

 

  1. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?

Im ersten Moment fällt mir nichts ein. Mir kam „trösten und zur Seite stehen“ in den Sinn, weil ich das derzeit teilweise wirklich stundenlang tue. Neben meinem großen Kind liegen, den Kopf streicheln, reden. Aber keine Minute davon ist unnötig, auch wenn es manchmal anstrengend ist, wenn es so gar keine Zeit für mich mehr gibt, nicht mal 5 Minuten auf dem Sofa. Auch „lesen üben“ fällt in diese Kategorie.

Ich denke aber, alles in allem habe ich ein ganz gutes Gleichgewicht gefunden und gebe den Dingen genau so viel Zeit, wie sie brauchen. Also ist auch im zweiten Moment die Antwort: „nichts“

 

  1. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Lustige Momente mit den Kindern. Situationskomik. Auch oft die richtig trockene Ironie meines Mannes. Es ist meist unmöglich, ihm anzumerken, ob er etwas ernst meint oder nicht. Das kann mitunter auch schwierig sein, meist ist es für mich aber wirklich lustig.

 

  1. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Nur im beruflichen Kontext. Leider kommen mir die Tränen, wenn ich wütend bin, das war gerade in vielen Gesprächen rund um Elternzeit und (ausbleibenden) beruflichen Perspektiven wegen der Kinder so. Es ist schlecht für ein professionelles Gespräch.

Ansonsten stört es mich nicht. Die Menschen dürfen ruhig merken, wenn mich etwas berührt. Besonders Freunde und Familie.

 

  1. Woraus besteht dein Frühstück?

Müsli mit Nüssen und Obst unter der Woche, ausgiebiges Frühstück mit Brötchen, viel Obst, Eiern usw. am Wochenende.

 

  1. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meiner Tochter, heute Morgen, beim Abgeben in der Schule

 

  1. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?

In den Werten, die wir vermitteln. Darin, meinen Kindern zu zeigen und zu sagen, dass ich sie liebe und immer lieben werde und dass ich alles für sie tun würde, was in meiner Macht steht, damit sie glücklich sind. Und darin, das Glück, die Privilegiertheit, in der sie aufwachsen, sichtbar zu machen, dankbar dafür zu sein und dies als Auftrag zu verstehen, einen Beitrag zu leisten, die Welt besser zu machen. Ich hatte eine zeitlang ein schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter, wegen ihrer Sucht, inzwischen glaube ich aber, dass ich sehr, sehr viel Glück mit ihr hatte (und habe).

 

  1. Was machst du morgens als erstes?

Duschen, für die Arbeit fertig machen, Obst schnibbeln – und dann nochmal 20 Minuten zu beiden Kindern ins Bett legen (wenn die nicht eh zusammen liegen, trage ich beide in ein Bett) und kuscheln. Die Große ganz sanft kuschelnd wecken, bevor der Wecker klingelt.

 

  1. Kannst du gut vorlesen?

Ja, ich glaube schon.

 

  1. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Vielleicht so bis 5-6?

 

  1. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?

Ich wollte mir immer unbedingt ein Haus mit Garten kaufen. Jetzt wo ich das habe, will ich es noch abbezahlen. Und ansonsten mein Geld eher für Reisen, Erlebnisse und andere Menschen, die weniger haben, ausgeben.

 

  1. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Eigentlich mag ich meinen Charakter sehr. Manchmal wäre ich gern ordentlicher, im Privaten ein bisschen, weil mich das Chaos doch manchmal stört, aber vor allem im Beruflichen, weil mir da doch der ein oder andere (eher unwichtige) Flüchtigkeitsfehler passiert. Auf der anderen Seite ist das halt eine Schattenseite dessen, das ich meine Zeit eigentlich sehr gut einteilen kann – und bei den Punkten, die in der Proioritätenliste unten stehen, halt nicht alles klappen kann. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, dort daran zu arbeiten, etwas zu ändern, wo es mich stört. Bei wichtigen Projekten sollen keine Fehler passieren. Und am Wochenende hätte ich langsam doch gern eine einigermaßen aufgeräumte Wohnung, in der ich mich wohl fühle.

 

  1. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Es gibt nichts, was ich wirklich regelmäßig gucke. Manchmal Tatort, aber eher, weil es ein übernommenes Ritual meiner Eltern ist. Sonst eher Reportagen. Ich mag die 37 Grad-Reportagen, „Zu Tisch“ auf Arte, Mare TV, Naturdokus, z.B. von Jan Haff.

 

  1. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

In einem Safari Park in Dänemark im Sommer auf Lolland. War super. Ein traumhaft schöner Tag.

 

  1. Wie alt würdest du gerne werden?

Ich sage meiner Tochter, die gerade immer so viel Angst um mich hat, dass ich 90 werden will. Also muss ich mich daran wohl auch halten.

 

  1. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

Wehmut ist kein Gefühl, das ich wirklich kenne. An so ziemlich jeden Urlaub denke ich aber gern zurück. Ich lerne wirklich sehr, sehr gern neue Gegenden können, nahe und ferne.

 

  1. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Liebeskummer war für mich bisher immer auszuhalten. In meinen vergangenen  Beziehungen war immer ich diejenige, die sie beendet hat. Auch wenn ich denke, dass die Partner immer etwas dazu beigetragen haben, indem sie zum Beispiel nicht mehr in die Beziehung investiert haben. Aber dadurch, dass ich den Zeitpunkt des Endes bestimmt habe und für mich selbst zu diesem Zeitpunkt schon die Klarheit hatte, „es geht nicht mehr“, habe ich die Person zwar immer noch vermisst. Aber meist überwog die Erleichterung, diese Entscheidung hinter mich gebracht zu haben und frei zu sein. Ich kann nur hoffen, dass ich meinen Mann noch sehr lange behalte. Bei ihm wäre das ganz sicher anders.

 

  1. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nein. Ich finde, ich habe einen sehr, sehr schönen Namen.

 

  1. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Bei meinem letzten Flüchtigkeitsfehler auf der Arbeit.

 

Das waren meine 20 Fragen. Die Antworten der anderen sind aber wie gesagt auch sehr lesenwert. Ich liste hier gern auf, welche ich kenne – und wenn ihr mir Ergänzungen schickt, gern auch die:

Bettie von Frühes Vogerl

Mother Birth Blog

Alu von Großeköpfe

JesS von feiersun

Mama Maus Blog

Frische Brise

Die Rabenmutti

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4 Gedanken zu “1000 Fragen an mich selbst – #1

  1. Mama Maus schreibt:

    Ich finde es toll, dass du auch mitmachst.
    Vielleicht stellst du am Ende des Jahres überrascht fest, dass es dir so viel Spaß gemacht hat, dass du am Ende wirklich alle 1000 Fragen beantwortet hast 😉

    Einen (nein, fast zwei) anstrengende Schulanfänge habe ich auch hinter mir und bin froh, dass es jetzt langsam besser wird. Deshalb kann ich zumindest teilweise nachvollziehen wie es dir, wie es euch, geht und hoffe, dass es schnell gut wird.

    Viele Grüße
    Mama Maus

    Gefällt 1 Person

    • May schreibt:

      Jetzt habe ich gerade nochmal nach der Definition von Wehmut geguckt:
      „leichter Schmerz, den man bei der Erinnerung an etwas Vergangenes empfindet.“

      Nein, das kenne ich so wirklich nicht. Ich denke zwar sehr gern an vergangene Zeiten zurück. Aber ich bin gleichzeitig sehr froh über die Zeit, die jetzt ist. Deshalb ist die Erinnerung nie schmerzhaft, auch nicht ein bisschen. Sie ist immer eher verbunden mit einer Dankbarkeit, dass ich das erleben durfte und mit der Hoffnung, dass ich noch andere ähnlich schöne Dinge erlebe.

      Ich denke, die Wehmut werde ich kennenlernen, wenn die ersten Menschen sterben, die mir sehr, sehr nah stehen. Wenn sich eine ähnliche Situation also so gar nicht mehr zurückholen lässt. Es ist also ein großes Glück, dass ich das bisher noch nicht erleben musste.

      Mit der Melancholie ist es ähnlich. Wobei ich hoffe, diese auch trotz Todesfällen nicht zu gut kennenzulernen. Weil ich mir des möglichen Tods ja stets bewusst bin, so viel Zeit wie möglich mit den mir wichtigen Menschen verbringe und glaube, wenn man nichts bereuen muss, wenn jemand geht, dann ist es hoffentlich auch nicht so schwer.

      Fragt mich dann nochmal, wenn es so weit ist.

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